Südafrika ist ein Land, welches eine lange und sehr abwechslungsreiche Geschichte vorzuweisen hat.

Um 8000 vor Christus wanderten die Sans, eine Volksgruppe bestehend aus Hirten und Jägern, in den Süden Afrikas und siedelten dort an. Sie gelten als erste Bewohner Südafrikas und lebten eine lange Zeit relativ friedlich an der Südspitze des Kontinents, bis die ersten schwarzen Völker ins Land einwanderten und Besitzansprüche stellten. Bald darauf folgten die Bantus, die in Massen einwanderten und sich in dem Land niederließen. Erste Bürgerkriege entstanden in Afrika und das Volk der Sans minimierte sich zusehends.

Im Jahre 1652 gründete der Niederländer Jan van Riebeeck Kapstadt, und zwar durch den Aufbau einer Versorgungsstation für die Ostindische Kompanie am Kap der guten Hoffnung. Doch Siedler bauten nicht etwa einen Stützpunkt für Seefahrer, sondern errichteten gleich eine ganze Stadt und nahmen Einheimische als Sklaven, was nicht im Sinne des Niederländers war.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts eroberten Briten Kapstadt, weshalb in den Jahrzehnten darauf auch viele britische Siedler dort lebten. Die Buren wollten sich den Briten nicht unterordnen und zogen daher vom Kap in Richtung Norden des Landes. Im Transvaal und Oranje-Freistaat gründeten sie schließlich ihre eigenen kleinen Staaten und lebten dort fernab britischer Autorität.

Die britischen Siedler eigneten sich fast alles in Südafrika an, auch mit Gewalt. So hatten die Buren nicht lange Freude an ihren Diamantenfunden im Land und mussten sie den Briten überlassen. Im Jahr 1880 kam es dann zur Schlacht zwischen den beiden Völkern, wobei viele Menschen ihr Leben verloren. Die Buren siegten jedoch und konnten viele Teile Südafrikas zurückerobern. Erster Präsident Südafrikas wurde im Jahr 1881 schließlich ein Bure.

Nur fünf Jahre später wurde die Stadt Johannesburg gegründet.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden britische Kolonien wieder zur Südafrika-Union erklärt, in der eine gemeinsame Verfassung gesetzgebend war.

1912 wurde die erste Partei für Schwarze, der African National Congress, gegründet. Ein Freiheitskämpfer namens Nelson Mandela wurde zum Oberhaupt dieser Partei ernannt. Doch schon ein Jahr später fand eine strikte Rassentrennung in Südafrika statt, Schwarze wurden umgesiedelt, benachteiligt und verloren ihr Wahlrecht. Diese Diskriminierungen schwarzer Afrikaner zog sich über mehrere Jahrzehnte hin. Der African National Congress wurde 1960 verboten und Nelson Mandela wurde wegen Hochverrats zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, was zu massiven Protesten und Bürgerkriegen im Land führte. Die 70er Jahre waren durch Widerstandskämpfe von Schwarzen geprägt, die erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts Wirkung zeigten.

Neue Reformen und eine neue Verfassung entstanden. Frederik Willem wurde zum neuen Präsidenten erklärt und setzte sich für die Freilassung Mandelas ein, sowie für die Akzeptanz der afrikanischen Partei.

Nelson Mandela erhielt 1993 den Friedensnobelpreis für besonderes Arrangement in Sachen Gleichheit und Frieden in den Völkern Afrikas. Er wurde erster schwarzer Präsident Südafrikas.

Der African National Congress erhielt bei den ersten freien Wahlen des Landes fast 65 Prozent der Wählerstimmen und ist bis heute eine der Hauptparteien Südafrikas.

Seit 1999 ist Thabo Mbeki Präsident Südafrikas.