Alle, die gerne in Südafrika Urlaub machen und sich selbst als kleine Feinschmecker bezeichnen, die sollten sich den folgenden Artikel wohl auf jeden Fall zu Gemüte führen. Wir vom Team der Webpräsenz saembvie.at informieren Sie über die Republik Südafrika im Allgemeinen, wobei im Rahmen dieses Beitrages der Fokus klar und deutlich auf der südafrikanischen Küche liegt. Erfahren Sie, wie in Südafrika gekocht wird, welche Bedeutung Fisch und Fleisch haben und welche Gewürze bei der Zubereitung diverser Speisen zum Einsatz kommen.

Genau genommen stellt die südafrikanische Küche kein einheitliches Gebilde dar. Das ist wohl auch der Grund, weshalb diese Art von Küche seitens der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen Südafrikas für sich individuell ausgelegt und gestaltet wird. Demnach lässt sich sagen, dass jede einzelne Provinz in Südafrika Eigenheiten, typische Merkmale, Charakteristika und Schwerpunkte aufweist. In KwaZulu-Natal beispielsweise sind indische Einflüsse aufgrund der hohen Anzahl an Indern besonders vorherrschend. Im Westkap wiederum dominieren malaiische Einflüsse, während in Gauteng die Einflüsse durch die Buren besonders ausgeprägt sind. Deutlich wahrnehmbar und auch vorherrschend ist auch der Einfluss der indonesischen Küche.

Was die wichtigsten Zutaten im Rahmen der südafrikanischen Küche betrifft, so sei festgehalten, dass Fleisch hierbei als eine der Hauptzutaten der allgemeinen Kap-Küche gilt. Den größten Beliebtheitsfaktor nimmt hierbei das Lammfleisch ein, gleich gefolgt Rindfleisch. Schweinefleisch ist eher wenig verbreitet und genießt zudem nicht sehr große Nachfrage. Als äußerst populär gilt außerdem Wildbret.

Was das Fleisch in den eher ländlichen sowie auch zunehmend in urbanen Gebieten betrifft, so sei angemerkt, dass sich hier das Fleisch des Springbocks besonders großer Beliebtheit erfreut. Die südafrikanische Oryxantilope, Kudu, Elenantilope und Warzenschwein finden sich eher selten auf südafrikanischen Tellern wieder.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass im Rahmen der südafrikanischen Küche eigentlich jedes Fleisch verarbeitet sowie verzehrt wird. Ebenso exotische Tierarten wie beispielsweise Stachelschwein stehen gerne auf dem Speiseplan der Südafrikaner. Dabei stellt eine typisch südafrikanische Spezialität das Trockenfleisch, auch Biltong genannt, dar.

Man glaubt es kaum, doch es ist wirklich wahr: Fisch spielt in der südafrikanischen Küche tatsächlich eine eher untergeordnete Rolle – und das, obwohl der Atlantik entlang der Westküste eines der artenreichsten und allgemein fisch-ergiebigsten Gewässer der ganzen Welt ist. Dabei sei erwähnt, dass an den Küsten, im Besonderen an der Westküste sowie in der Kap-Region, und in den großen Städten wie Durban, Johannesburg oder Kapstadt Fisch in normalen Mengen verzehrt wird. Dieser starke Anstieg des Fisch-Konsums in Südafrika lässt sich genau genommen auf den Tourismus sowie die verbesserte Infrastruktur zurückführen.

Auch Angehörige der indigenen Bevölkerung integrieren Fisch in ihre regelmäßige Ernährung – das auch bedingt durch religiöse Gebete und Gebote.

Was Gemüse betrifft, so stellt dies in Südafrika keine Beilage dar, wie es in Europa der Fall ist, sondern ist allgemeiner Bestandteil verschiedener Gerichte. Als besonders populär gelten Kürbis, Zwiebel, Bohnen, Mais und Karotten. Kartoffeln und grüner Salat hingegen kommen im Rahmen der südafrikanischen Küche nur selten auf den Teller.

Besonders bekannt ist die südafrikanische Küche für die vielseitige und reichliche Verwendung von Kräutern und Gewürzen. Hierbei gelten Koriander, Kardamom, Ingwer, Chili, Nelken und Zimt als äußerst populär und beliebt.

Süßspeisen und Desserts, wie wir Sie in Europa kennen, gibt es in Südafrika in einer eher anderen Form. Genau genommen sind eher deftige, schwere und stark gesüßte Speisen vorherrschend, z.B. Tifle, Melktert, Malva Pudding und Koeksisters. Obst und allgemein exotische Früchte sind hierbei eher selten Bestandteil leckerer Süßspeisen. Sie werden zwar in enormen Mengen angebaut, dienen jedoch mehrheitlich für den Export in andere Länder.